Bericht und Bilder zur 7. Huftagung der DHG 2013

Althergebrachte "Gewissheiten" neu besehen - Mit einem Teilnehmerrekord von 145 interessierten Tiermedizinern und Hufbearbeitern und damit einem ausverkauften Haus war die 7. Huftagung der DHG e.V., die am dritten Juniwochenende traditionell im Hörsaal der Geburtshilflichen Tierklinik der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig stattfand, ein voller Erfolg. Bereits zwei Wochen vor der Veranstaltung konnten keine weiteren Anmeldungen mehr angenommen werden.

Obwohl nicht explizit als übergeordnetes Thema angesetzt, war die wisssenschaftliche Auseinandersetzung mit althergebrachten "Gewissheiten" eine Art "roter Faden" der Veranstaltung. Christoph Müllings anatomische Betrachtung der Hufsohle zeigte, dass sie nicht zum Tragen konstruiert ist, die Ausführungen zum Saumhorn verschafften Klarheit zu Ursprung und Funktion der Glasurschicht, welche sich auf den oberen Bereich der Hufwand begrenzt und nichts mit dem sogenannten "Hufglanz" zu tun hat. Brian Hampson wies durch seine Messungen nach, dass die üblichen äußeren Orientierungspunkte zur Erschließung der Sohlendicke sehr trügerisch sind. Sein zweiter Vortrag zeigte, dass die Weichteile im Huf volumenmäßig in einem festen Verhältnis zu Parametern der Knochen stehen. Eine Möglichkeit zur Entwicklung der Weichteile im hinteren Hufbereich durch therapeutische Belastung ließ sich dagegen nicht nachweisen und scheint ausgeschlossen. Konstanze Rasch bewies in ihrem Vortrag, wie brüchig das scheinbare Wissen zum Hufmechanismus ist und was sich daraus für Schlüsse zur Biomechanik des Equidenhufs ergeben. Astrid Arnold demonstrierte mit tollen Aufnahmen ihre Belastungsstudien mit eigener Apparatur am Pferdehuf. Jenny Hagens Vortrag über ihr Forschungsprojekt zur Barhufbearbeitung, an dem die DHG e.V. beteiligt ist, Bianka Wernicks Bericht über Ihre Beobachtungen aus der tierärztlichen Praxis sowie die Fallstudien der Huforthopäden Irmgard Neumaier und Andraz Obermeier rundeten das Programm inhaltlich ab.

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