Thema ohne neue Antworten

Rezidivierende HGE bei Hufasymmetrie?

steibbau
Einen schönen guten Morgen!

Ich bin auf der Suche nach Hilfe/Tipps.

Meine 12-jährige Oldenburger Stute leidet seit 1 Jahr immer wieder unter rez. Hufgelenksentzündungen - ohne erkennbaren Auslöser.
Bei einer Thermographie und anschließendem Röntgen wurde ein Hufasymmetrie gefunden (siehe Röntgenbilder).

Meine Fragen:
-kann die Asymmetrie der Auslöser für die HGE sein?
-wie würdet Ihr die Asymmetrie versuchen zu beheben? (aktuell wurde auf der Innenseite nicht so viel weg geschnitten als auf der Aussenseite und sie wurde mit einer Keil-Lederplatte versorgt. Eisen mit Frontaufzug, allerdings vorne abgerundet zum besseren abrollen)
-wie lange brauchen die Sehnen und Bänder um sich an die neue Hufsymmetrie anzupassen? Sie ist wohl ein Jahr "asymmetrisch" gelaufen
-zu den Bildern muss noch gesagt werden, sie hat dort im Bereich Hufbein ein, im Fohlenalter operiertes Überbein....

Wie würdet Ihr Sie beschlagstechnisch versorgen?

Ich Danke für die Mühe!
Dateianhang

Huf_1.JPG (Typ: image/jpeg, Größe: 73.57 Kilobyte) — 25 mal heruntergeladen
Huf_2.JPG (Typ: image/jpeg, Größe: 56.78 Kilobyte) — 23 mal heruntergeladen
Huf_3.JPG (Typ: image/jpeg, Größe: 64.53 Kilobyte) — 22 mal heruntergeladen
Angelika Linhard
Huforthopäde/-in
Hallo, wir sind Barhufbearbeiter und keine Schmiede. Ich würde Ihnen dazu raten, den Beschlag zu entfernen und Ihre Stute barhuf laufen zu lassen.
Die Röntgenbilder sind nicht sehr deutlich, die erste Aufnahme zeigt aber im Bild links bereits deutliche Veränderungen am Kron- und am Fesselbein. Außerdem sind die Hufknorpel bereits verknöchert, das müßte am Kronsaum auch fühlbar sein.
Die Asymmetrie kann durchaus Auslöser von Gelenkentzündungen sein. Wenn eine Seite permanent mehr Druck aushalten muß, schadet es langfristig dem Gelenk.
Der Beschlag befördert die ungute Situation noch. Jedes nicht plane Fußen (und das Pferd spührt den Boden mit Eisen ja nicht) verkippt die Gelenke zusätzlich und sie werden allein schon dadurch überstrapaziert.
Bitte schauen Sie sich doch mal das Video auf der DHG-Seite an; dort ist sehr gut erläutert, wie man einen asymmetrischen Huf auf schonende Weise wieder in eine physiologische Form bringt und eine gleichmäßige Belastung der Gelenke gewährleistet ist.
Alles Gute und viele Grüße,
Angelika Linhard